Bombardier

Der Hauptsitz befindet sich im kanadischen Montreal. Bombardier befasst sich hauptsächlich mit zwei Geschäftsfeldern: Schienenfahrzeugtechnik sowie Business-Jets und Regionalverkehrsflugzeuge. Der weltweit drittgrößte Flugzeughersteller lässt fast 63000 Menschen für sich arbeiten, wobei die Schwerpunkte nach den Geschäftsfeldern differieren. Auf dem amerikanischen Kontinent wird vorrangig für Bombardier Aerospace produziert, in Europa liegt das Hauptaugenmerk auf Schienenfahrzeugen. Darüber hinaus ist Bombardier als Zulieferer für andere Unternehmen tätig und produziert in Tochterunternehmen Nutzfahrzeuge und Quads (CAN-AM, Rotax).

Bombardier – historischer Abriss
Das nach seinem Gründer, Joseph-Armand Bombardier, benannte Unternehmen wurde 1942 gegründet. Der Ausbau der beiden Hauptgeschäftsfelder geschah vorrangig durch Unternehmensübernahmen: Nachdem Bombardier 1986 die Canadair übernahm, folgten bis 1992 weitere Zukäufe in Kanada, 1989 eine Übernahme in Irland und im Jahr 2000 eine in den USA. Die Sparte Rail Transportation wird seit mehr als 40 Jahren konsequent ausgebaut, indem Bombardier Unternehmen auf dem amerikanischen, vor allem aber auf dem europäischen Kontinent aufkauft. Seit 2001 ist der kanadische Konzern Weltmarktführer im Bereich Schienenfahrzeugtechnik.

Bombardier – Modelle
Das Unternehmen aus Quebec hat sich als Flugzeughersteller in erster Linie mit der Produktion von Learjets einen Namen gemacht: Privat- oder Geschäftsflugzeugen mit zweisitzigen Cockpits und Passagierkabinen für weniger als 10 Fluggäste. Bombardier arbeitete bis in die 1990er Jahre hinein permanent an der Verbesserung der Learjets 31 bis 35. Die Verbindung von hoher Geschwindigkeit mit großer Reichweite vervollkommnen seit 2004 die Learjets 40 bis 60. Größere Geschäftsflugzeuge, deren Kapazität mehr als 10 Passagiere zulässt, firmieren unter dem Namen „Challenger“ und umfassen die Modelle 300 bis 850. „Global“ und „Global Express“ sind die unternehmensinternen Bezeichnungen für Langstreckenflugzeuge, die bis zu 19 Fluggästen Platz bieten. Bombardier produziert außerdem, seit der Übernahme der Canadair, eine sehr erfolgreiche Regionalflugzeug-Reihe: CRJ 100 bis 1000. Die erste Variante bot lediglich fünf Sitzplätze, im Laufe der Jahre wurden neue Modelle mit gesteigerter Kapazität entwickelt, bis zuletzt eine Kabine mit 104 Sitzplätzen angeboten werden konnte. Die CRJ 1000 befindet sich noch in der Entwicklung, ebenso die neue Bombardier CSeries, die ab 2013 bis zu 149 Passagiere auf Mittelstrecken befördern soll.