Deutsche Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa ist die größte deutsche und europäische Fluggesellschaft. Weltweit ist die Lufthansa gemessen am Passagieraufkommen mit etwa 90 Millionen beförderten Gästen im Jahr 2011 die Nummer Vier der Branche, und gemessen an der Flugzeugflotte die Nummer Zwei. Angeflogen werden 18 einheimische und über 200 internationale Ziele in beinahe 80 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Zusammen mit seinen Partnern bietet Lufthansa Flüge zu insgesamt 410 Zielen an. Der Sitz des Unternehmens ist in Köln, das operationelle Geschäft hat seinen Schwerpunkt am Flughafen in Frankfurt. Es werden drei Drehkreuze in Frankfurt, München und Düsseldorf betrieben. Nach seiner Eröffnung im Juni 2012 wird auch der neue Großflughafen in Berlin-Schönefeld zu einem weiteren Drehkreuz ausgebaut werden. Lufthansa verfügt über eine Flotte von 710 Flugzeugen. Insgesamt beschäftigt der Konzern über 117000 Mitarbeiter im In- und Ausland, davon über 37000 im Flugbetrieb. Zur Lufthansa-Gruppe gehören zahlreiche Tochtergesellschaften. Die Lufthansa ist eines der Gründungsmitglieder der Luftfahrtallianz Star Alliance, die 1997 gebildet wurde. Der Name der Lufthansa erinnert an die Deutsche Hanse, den Handelsbund, der im Mittelalter und der frühen Neuzeit den Handel im Nord- und Ostseeraum beherrschte.

Geschichte der Lufthansa

Die Ursprünge der Lufthansa gehen auf das Jahr 1926 zurück, als in Berlin die Deutsche Luft Hansa als nationale deutsche Fluggesellschaft gegründet wurde. Sie operierte bis 1945, wurde aber dann durch Beschluss der Alliierten aufgelöst, da dem im Zweiten Weltkrieg besiegten Deutschland zunächst nicht zugestanden wurde, weiter eigene Fluggesellschaften zu betreiben. Erst 1953 wurde dieses Verbot aufgehoben und die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft gegründet. 1954 wurde der Flugbetrieb aufgenommen, und 1955 der regelmäßige Linienbetrieb zu Zielen in Europa sowie nach Nord- und Südamerika. Vorübergehend gab es eine ostdeutsche Fluggesellschaft gleichen Namens, die jedoch 1963 mit der 1958 gegründeten Fluglinie Interflug fusionierte. Bis zum Ende der deutschen Teilung war es der Lufthansa wie allen anderen westdeutschen Fluggesellschaften verboten, West-Berlin anzufliegen, das daher nur von Linien aus Ländern der westlichen Besatzungsmächte bedient wurde.

Internationales Wachstum

Die Lufthansa begann bald nach ihrer Gründung mit einer kräftigen Expansion. Anfang der 1960er Jahre wurden Ziele in Asien und Afrika ins Streckennetz aufgenommen. Der Jetbetrieb begann 1960, ein Jahrzehnt später, 1970, gehörten auch Großraumflugzeuge zur Flotte der Lufthansa. 1979 gehörte die Lufthansa zu den ersten Großkunden des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Im Oktober 1990 wurde nach der deutschen Wiedervereinigung der Flugbetrieb nach Berlin wieder aufgenommen. Im Jahr 2005 übernahm die Lufthansa den schweizerischen Konkurrenten Swiss, den Nachfolger der ehemaligen Swissair, allerdings behält die Swiss ihre operationelle Unabhängigkeit. Der österreichische Anbieter Austrian Airlines, die Linien Eurowings, Germanwings, SN Brussels, Air Dolomiti und diverse Beteiligungen an anderen kleineren Linien gehören ebenso zum Konzernportfolio wie die Luftfrachttochter Lufthansa Cargo.

Zusammen mit der französischen Luftlinie Air France gehörte die Lufthansa 2010 zu den ersten Kunden, an die das Großraumflugzeug Airbus A380 ausgeliefert wurde. Lufthansa gehört zu den profitabelsten der großen internationalen Fluggesellschaften und überstand auch den Einbruch der Branche nach den Terroranschlägen auf New York und Washington am 11. September 2001, ohne Verluste melden zu müssen und Massenentlassungen, von denen branchenweit bis zu 20 Prozent des Personals betroffen waren.